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Serin Fate – ein magisches Pixelart RPG mit Stardew Valley Vibe

Beim Durchstöbern der baldigen Steam Releases ist plötzlich ein buntes Pixelart Game in der Liste aufgetaucht. Serin Fate versprühte aus allen Poren bzw. Screenshots den Charme von Stardew Valley. Selbstverständlich musste der Titel gleich in den Warenkorb und ausgiebig getestet werden.

Eine magische Welt mit Farming und Monstern

Serin Fate ist als Early Access in einer Alpha Version erschienen. Was bedeutet, dass grundlegende Funktionen im Spiel bereits vorhanden sind, es aber an Story und Details fehlt und große Teile der Welt noch nicht passierbar sind.

Die Erwartungen waren also relativ niedrig angesetzt. Entwickelt wird das Spiel vom Developer Vethergen, ist also eine One-Man-Show.

Dennoch überraschte das Spiel enorm.

Zunächst herrschte große Skepsis, ob das Konzept, eine Kombination aus Stardew Valley/Harvest Moon und Pokemon/Temtem mit einer Prise Magie überhaupt funktionieren kann. Diese Zweifel waren aber schnell beseitigt. Das Game wirkt mit dieser Mischung äußerst homogen und glaubwürdig.

Spielfigur ist eine frischgebackene Hexe, welche sich auf der Map mit Ressourcenmanagement, Zaubern und Monstern austoben darf.

Auch der Inhalt kann sich sehen lassen. Trotz Alpha sind bereits jede Menge Action und ein paar kleine Quests geboten, die gut 10 Stunden Spielspaß versprechen. Nur die Story fehlt leider noch komplett.

Hex hex – Baum fällt!

Prinzipiell erinnert erstmal viel an Stardew Valley. Um die eigene Bude wuchern Bäume und es liegen Steinhäufen herum, die es abzubauen gilt. Anstatt mit handelsüblichen Werkzeugen wie Äxten zu hantieren, hat es die Hexe etwas leichter. Denn Rohstoffe werden mithilfe von Magie abgebaut.

Die Zaubersprüche dazu lassen sich durch Bücher und versteckte Runensteine erlernen und bestehen aus Elementkombinationen. Das kennt man noch von Klassikern wie Magicka. Diese Bergbau und Holzfällerfertigkeiten werden im Laufe des Spiels durch Bücher und den Skilltree verbessern. Weitere nützliche Zauber, wie ein Lichterschein für die Dunkelheit, kommen dazu.

Durch den Abbau von Rohstoffen und Fortschritte in der Hexerei lassen sich außerdem zwei verschiedene Arten Erfahrungspunkte (Witchery/Harvest) sammeln. Beide führen zu Level-Ups welche wiederum Punkte für den Skilltree generieren.

Eine Werkbank mit einer für eine Alpha erstaunlichen Bandbreite an Rezepten steht übrigens direkt vor der Haustür und führt zu fortgeschrittenen Items. Es lässt sich also auch mit den gesammelten Rohstoffen eine Menge fabrizieren.

Zusätzlich muss man den gefährlichen Monstern der Welt nicht alleine gegenüberstehen, sondern hat kleine Helfer, die Chimeras, zur Seite. Diese sind wie die bekannten Taschenmonster und lassen sich ebenfalls durch Zaubersprüche in Runen bannen und anschließend ausrüsten. Sie können im Kampf selbst Fertigkeiten einsetzen. Oder sie leben in einem Gehege nahe der eigenen Basis und produzieren Rohstoffe und magische Währung. Von ihnen gibt es mehrere Arten zu fangen, welche wiederum nur zu bestimmten Tageszeiten und nur an bestimmten Orten anzutreffen sind.

Anleitung? – Fehlanzeige!

Ein großer Minuspunkt am Game ist für viele derzeit, dass kaum Tutorials vorhanden sind. Heutzutage sind die meisten Gamer in dieser Hinsicht arg verwöhnt, da ihnen jegliche Inhalte in Schritt-für-Schritt Tutorials langsam beigebracht werden. Das selbst Erarbeiten kennen höchstens ältere Semester, die noch in der Zeit von Kabelmodems aufwuchsen und nicht jederzeit auf einen Online Guide zum jeweiligen Game zugreifen konnten.

So muss auch in Serin Fate alles selbst ausprobiert werden. Vom Angeln über das Kampfsystem bis hin zu kniffligen Dungeons gibt es kaum Hilfestellungen. Der Entwickler, bzw. die Publisher haben einen kurzen Stream zum Game veröffentlicht, in welchem sich manche Kniffe abgeschaut werden können. Ebenfalls hilfreich ist der Serin Fate Discord Server, wo man sich mit anderen Testern und dem Entwickler über Bugs und Rätsel austauschen kann.

Abenteuer voraus

Wenn man all diese Hürden genommen hat, macht Serin Fate enorm Spaß. Der Start ist durch die nötige Eigeninitiative etwas stotternd, jedoch zieht einen das Game schnell in seinen Bann. Man merkt gar nicht, wie schnell die Spielstunden verfliegen wenn erstmal die Felder bewirtschaftet sind und die Hexe einigermaßen nützliche Kampfausrüstung besitzt. Auch das „Catch ‚em all“ Prinzip verleitet dazu so lange weiterzumachen, bis alle bisher verfügbaren Chimeras gefangen sind.

Die Pixelart Grafik passt auch wunderbar zum Game und ist in allen Szenen liebevoll umgesetzt. Lediglich die Schrift ist im Vollbild etwas unleserlich gestaltet.

Für gerade einmal 12€ bei Steam kann man nicht viel falsch machen. Wer Stardew Valley schon super fand, wird Serin Fate ebenfalls mögen.

Spielspaß
Grafik / Design
Musik
Steuerung
Innovation
Story
Reicht niedrige Hardware?
Durchschnitt:

Bildquelle:

eigene Screenshots aus dem Game

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